Wir landen nachts in Kuala Lumpur (KL) und machen uns per Taxi auf den langen Weg zum Condominium unserer Gastgeber. Condominiums sind eine gängige Wohnform der malaysischen Mittel- und Oberschicht: Hochhäuser mit Eigentumswohnungen, die sich Security, Pool, Fitnessstudio, Tennisplatz etc. teilen. Unsere Gastgeber sind Alyaa, eine Malaysierin und Sadie, eine Iranerin, die vor sechs Jahren zum Studium nach KL kam und danach einfach geblieben ist. Wir freunden uns sofort mit den Mädels und ihren beiden Katzen an und sitzen bis sechs Uhr morgens zusammen und quatschen.
In KL lassen wir es gemächlich angehen, seit Jakarta bin ich angeschlagen und muss immer wieder mal das Bett hüten. Ein paar kurze Ausflüge sind aber drin. Im Zentrum sehen wir uns das Wahrzeichen, die berühmten Petrona Towers, an und besuchen die Batu Caves, uralte Tropfsteinhöhlen. Da es etwas regnerisch ist, treffen wir nur wenige Leute bei den Schreinen und dem Hindutempel, welche vor über hundert Jahren in den riesigen Gewölben der Höhlen errichtet wurden. Außerdem bekommen wir in KL einen ersten Eindruck, wie sich ein richtiger Dschungel anfühlt. Am Stadtrand gibt es eine Regenwald- Forschungseinrichtung, zu der 600 Hektar Dschungel gehören. Wir gehen also wandern, was echt anstrengend ist, da wir das heiße und feuchte Klima absolut nicht gewöhnt sind. Gruppen von einheimischen Rentnern überholen uns mühelos, aber die machen das auch jedes Wochenende. Der Wald ist so dicht bewachsen, dass man kaum den Himmel sieht. Die Geräusche sind auch ganz anders, als in europäischen Wäldern. Statt vereinzeltem Vogelgezwitscher von oben, zirpt, piept und rasselt es permanent aus allen Richtungen.
In KL von A nach B zu kommen ist alles andere als leicht. Es gibt zwar eine Metro, aber für alle anderen Strecken braucht man ein Auto bzw. Taxi. Leider sind Taxis gar nicht einfach zu bekommen. Wenn die Fahrer nicht genau wissen, wo das Ziel ist oder es ihnen zu weit ist, lehnen sie die Fahrt kurzerhand ab. Die Pförtner am Regenwaldinstitut versuchen z.B. uns ein Taxi von der Zentrale zu rufen, mit dem Ergebnis, es tue ihnen leid, aber hier raus käme keiner. Ein anderes Mal nimmt uns ein Fahrer zwar mit, hat aber keine Ahnung, wohin wir wollen und will uns zu einer ähnlich klingenden Straße fahren. Als sich das Missverständnis aufklärt, verfährt er sich immer mehr, bis er seinen Fehler eingesteht. Er will kein Geld für diese Fahrt, lässt uns an einem Shoppingcenter raus und bittet uns, ein anderes Taxi zu nehmen. Moppi gibt ihm am Ende aber doch ein bisschen, da wir immerhin die Hälfte der Stecke geschafft haben und die Ehrlichkeit zu schätzen wissen. Blöderweise braucht es am Shoppingcenter auch ordentlich Geduld und Zeit bis wir nach vielen Ablehnungen auf einen kompetenten Fahrer treffen.
Da unsere Gastgeberinnen selbständig von zu Hause aus arbeiten, können sie sich viel Zeit für uns nehmen. Sie zeigen uns ihre Lieblingsrestaurants und Cafes in der Gegend, wir quatschen jeden Abend bis spät in den nächsten Morgen und werden wieder zu Langschläfern. Es lohnt sich aber, denn wir lernen unglaublich viel über Malaysia und den Iran. Danke für die schöne Zeit in KL, Sadie und Alyaa!
Nach einer Woche in Kuala Lumpur springen wir in den Zug nach Butterworth im Norden. Von dort geht es direkt weiter mit der Fähre auf die Insel Penang. Hier wohnen wir in einem Condo bei Lynne und Elmo, einer Amerikanerin und einem Sri Lanker. Beide haben in den USA gelebt, sich jetzt in ihrem Ruhestand aber dafür entschieden, sich vorerst einmal in Malaysia niederzulassen. Die Option eines Wechsels woanders hin halten sie sich immer offen. Die Wohnung ist toll, vom Wohnzimmer aus sieht man die Meeresbucht und auf der Rückseite des Condos beginnt der Dschungel. Wir haben Glück, gleich am ersten Tag können wir eine Horde Affen beobachten. Dass die geschickte Diebe sind und bissig werden können, haben wir selbst schon in KL gesehen, also immer schön auf die Einkaufstüten achten!
Elmo und Lynne sind super freundliche Gastgeber. Sie sind selbst schon weit gereist und man kann mit ihnen gut Erfahrungen austauschen. Sie bekochen uns und zeigen uns die Gegend. Wir genießen die Strände, essen lecker (vor allem die frisch gepressten Säfte sind super) und sehen uns George Town an. George Town ist ein UNESCO Weltkulturerbe und berühmt für seine Street Art. Sehenswert sind auch die Jetties, ganze Siedlungen von Holzhäuser auf Stelzen, die sich direkt im flachen Wasser in Hafennähe befinden.
Nach einer Woche „hoppen“ wir auf die nächste malaysische Insel, Langkawi. Der Erfahrung wegen wählen wir die Fähre statt dem Flieger. Der Preis nimmt sich nichts. Der hohe Seegang allerdings sorgt dafür, dass Moppi die Entscheidung ziemlich schnell bereut. Langkawi ist hauptsächlich eine Urlaubsinsel. Eigentlich wollten wir auch hier eine private Unterkunft nehmen, aber da es die nicht in Strandnähe gibt, ziehen wir ins Guest House. Von unserer Tür bis zum Strand sind es 23 Schritte. Mit seinem feinen weißen Sand, gesäumt von Palmen und dem klaren blauen Meer ist Cenang Beach der bis dato schönste Strand, den wir gesehen haben. Es ist Nebensaison und angenehm leer. Wir lassen ein paar Tage die Seele baumeln, essen viele gesunde Sachen und machen nur einen Ausflug auf den höchsten Berg Langkawis. Die wahnsinnig schöne Aussicht von letzterem auf die umliegenden kleinen Inseln lässt das mulmige Gefühl der Seilbahnfahrt dorthin bald verschwinden. Der Ausflug war dann auch der letzte Tag mit schönem Wetter. Es fängt an zu schütten wie aus Eimern. Die Wettervorhersage verspricht auch keine kurzfristige Besserung, da wir das Ende der Regenzeit erwischt haben. Zeit für uns, die Rucksäcke zu schnüren und weiterzuziehen.
Island hopping in Malaysia
In the middle of the night we landed in Kuala Lumpur (KL) and got into a taxi for the long drive to our hosts‘ condominium. Condominiums are quite a common form of housing of the Malay middle and upper class: high-rise buildings with privately owned appartments sharing security, pools, fitness studios, tennis courts etc. Our hosts were Malay Alayaa and Iranian Sadie who moved to KL six years ago for her studies and stayed ever since. We instantly made friends with the girls and their two cats and sit together to chat until six in the morning.
In KL we took it slowly because since Jakarta I am sick and have to stay in bed once in a while. A few small trips were possible though. In the city centre we visited the top sight, the famous Petronas Towers, and some other day the Batu Caves. Since it was a rainy day there were only few people visiting the shrines and Hindu temples that were built into the vault of the cave more than hundred years ago. Further in KL we got a first glimpse of how it feels to be in a jungle. Outside KL there is rain forest research institute with 600 hectars of jungle. So we went hiking which was quite exhausting as we are not used to this hot and humid climate. Several groups of Malay pensioners overtook us easily, but they do this every weekend. The forest is that densely planted that you almost cannot see the sky. The noise differs a lot compared to European forests. Instead of birds chirping from above you can hear beeping, humming, and rustling from all directions.
Getting from A to B in KL is quite difficult. There is a metro, but for all the other places you need a car or a taxi. Unfortunately it is not easy to get a taxi. If the drivers don’t know the place or find it too far they just refuse the ride. The reception at the rain forest institute for example tried to call us a taxi from the agency, but they were very sorry, nobody would drive out there. Another day a driver took us but had no clue where we wanted to go, and wanted to drive us to a similarly sounding street. When the misunderstanding was clear, he lost his way even more until he admitted his mistake. He didn’t want any money for the ride, left us at a shopping mall and asked us to take another taxi. Moppi gave him some money nonetheless to reward his honesty and the fact that he brought us a part of the way. Unfortunately at the shopping mall it took lots of time and patience to find a competent taxi drivers after many refusals.
As our hosts are self-employed and work in their home office they could spend a lot of time with us. They have shown us their favourite restaurants and cafes in the neighbourhood, we have been chatting every evening until the early morning and we turned back to late risers. It is worth it as we learned a lot about Malaysia and Iran. Thanks for the fun time in KL, Sadie and Alyaa!
After a week in KL we hopped on a train up north to Butterworth. From there we took a ferry to the island Penang. We lived in a condo with Lynne and Elmo, an American and her Sri Lankan husband. Both have been living in the USA, but for their pension they decided to settle in Malaysia for a while. They still keep the option to move elsewhere though. The apartment was great, from the living room one can see the sea bay and on the backside of the condo the jungle starts. We were lucky as we could see a horde of monkeys right the first day. We knew them being very skilful thieves that become aggressive easily, so mind your shopping bags!
Elmo and Lynne are very friendly hosts. Both travelled a lot already and it was fun sharing travel experiences. They cooked for us and showed us around. We enjoyed the beaches, ate delicious stuff (especially the fresh juices are a treat) and had a stroll around George Town. George Town is a UNESCO world heritage site and famous for its street art. The jetties are worth a visit too. They are clusters of wooden houses on stilts in the shallow waters around the harbour.
One week later we hopped on the next Malay island, Langkawi. For the experience we chose to travel by ferry instead of plane which costs the same. The high waves made Moppi regret this decision quickly. Langkawi is rather a holiday destination. We would prefer private accommodation but as there is none at the coast we moved into a guest house. It took 23 steps from our door to the beach. The fine white sand, clear blue water, and the frame of palms makes Cenang Beach the most beautiful beach we have seen so far. It is off season and conveniently less crowded. For a few days we let our souls dangle, ate lots of healthy stuff, and went on only one trip up on the highest mountain of Langkawi. The incredible view down on the small islands scattered around was paying back for the scary ride up with the cable car. The day of the trip was the last sunny day. After that it was starting to rain cats and dogs. The weather report was not promising any better for the next days as we experienced the last bits of the rainy season. Time to pack our backpacks and move on!

















Hallo ihr Lieben,
ich krieg Fernweh!!!!!!!!!!!!!!!
Dann komm uns gerne besuchen 😃
Immer wieder toll, von Euren schönen Abenteuern zu lesen und über die herrlichen Bilder ein wenig teilzuhaben 🙂
Hallo ihr zwei,
auch gut zu wissen, dass man nicht ganz allein auf der Welt unterwegs ist! Danke für euer treues Lesen und Kommentieren!
Hi Franzi und Moppi!
Schön wieder einen so ausführlichen Bericht von euch zu haben! Auch schön, Socki gesund und munter wiederzusehen. 🙂 Organisiert ihr eure Unterkünfte eigentlich über Couchsurfing?
Hallo,
Couchsurfing haben wir zwar ins Auge gefasst, aber meist finden wir die Unterkünfte über airbnb. Es ist recht günstig in Asien und doch etwas komfortabler.
LG FROP (das heißt FRanzi und mOPpi)
Always good to read about your travels. Thank you for sharing. Enjoy! Lynne and Elmo